1. Warum sollten Natursteinböden kristallisiert werden?

Natursteinböden verlieren im Laufe der Zeit an Glanz und weisen Beschädigungen wie Kratzer und Riefen auf. Dadurch wirkt der Boden unansehnlich. Um den Glanz wieder aufzufrischen, ist eine Steinkristallisation möglich. Tiefere Kratzer lassen sich mit dieser Methode allerdings nicht entfernen. Wir kristallisieren Ihren Natursteinboden und verleihen ihm neuen Glanz. Im Folgenden finden Sie detaillierte Antworten auf wichtige Fragen.

2. Was ist das Kristallisationsverfahren?

Beim Kristallisationsverfahren handelt es sich um ein kombiniertes chemisch-mechanisches Verfahren. Dabei wird mit Stahlwolle eine geringe Menge Kristallisationsflüssigkeit unter einer Einscheibenmaschine eingearbeitet. Die eingearbeitete Flüssigkeit verwandelt die Kalksteinkristalle an der Gesteinsoberfläche in silikatähnliche Kristalle, die extrem fein und transparent sind. Die Oberfläche erhält dadurch einen neuen bzw. frischeren Glanz. Auch die ursprünglichen Farben werden durch das Verfahren wieder aufgefrischt.

3. Wie ist die Vorgehensweise?

Bei der Kristallisation wird das Kristallisationsmittel teilweise mit säurefester Druckspritze dünn aufgesprüht und gleichmäßig verteilt. Wichtig ist, dass nur so viel Fläche mit der Flüssigkeit besprüht wird, wie mit der Maschine eingearbeitet werden kann. Danach wird die Fläche mit den Gritwalzenbürsten langsam fünf- bis sechsmal abgefahren – vor und zurück. Das wird so lange gemacht, bis ein gleichmäßiger Glanz entstanden ist. Der Boden ist anschließend wieder sofort begehbar. Daran anschließend wird die kristallisierte Fläche mit der Maschine und klarem Wasser abgefahren, um den Staub aufzunehmen, der durch die Kristallisation entstanden ist.

4. Welche Vorteile bietet ein Kristallisationsverfahren?

Das Kristallisationsverfahren bietet viele Vorteile: So handelt es sich hierbei um eine natürliche Politur und nicht um eine Beschichtung oder Versiegelung. Dadurch bekommt der Natursteinboden seine natürlichen Farben wieder und erhält so eine gewisse Brillanz. Zusätzlich wird der Boden durch die Verdichtung der Oberfläche widerstandsfähiger. Darüber hinaus wird das Umfeld bei der Einarbeitung nicht beeinträchtigt. Auch die Trittsicherheit wird erhöht und die Unterhaltsreinigung erleichtert.


Die Vorteile im Überblick:

  • - Erhöhung der Trittsicherheit
  • - Verhärtung von Oberflächen
  • - Glanz
  • - Leichtere Unterhaltsreinigung
  • - Keine Staubentwicklung durch Nasskristallisation
  • - Die Farben wirken kräftiger
  • - Erhöhung des Repräsentationswertes

Die Kristallisation von Natursteinböden hält einige Jahre, bis eine erneute Kristallisation wieder notwendig ist. Wann dies der Fall ist, hängt von den Witterungseinflüssen und der Nutzungsfrequenz ab. Eine pauschale Aussage kann daher nicht getroffen werden. Im Normalfall hält die Kristallisation zirka fünf bis zehn Jahre, bis eine neue Kristallisation des Natursteinbodens fällig wird.

6. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Nur wenn die Oberfläche völlig frei von Verunreinigungen wie Versiegelungen, Wachsen, etc. ist, kann ein hervorragendes Ergebnis gewährleistet werden. Sind Verunreinigungen vorhanden, wird die chemische Reaktion der Kristallisationsflüssigkeit verhindert. Eine Grundreinigung sollte daher unbedingt vorher erfolgen. Da die Kristallisation nicht schleift, müssen auch starke Kratzer vor der Behandlung bearbeitet werden.

7. Können alle Natursteine kristallisiert werden?

Es können alle hochpolierten und kaltgebundenen Natursteinböden mit dem Kristallisationsverfahren behandelt werden.